Growbox selber bauen – Planung, Technik und Bauanleitung

Wir bauen seit rund zehn Jahren eigene Growboxen. Angefangen hat alles mit einer sehr einfachen, aber funktionalen Konstruktion.

Unsere erste Growbox war eine große Box aus OSB-Platten, aufgebaut auf einem Fundament aus zwei Europaletten. Die Maße betrugen etwa 2,00 × 1,20 × 1,90 Meter. Der Boden war komplett wasserdicht ausgeführt und mit einem Ablauf versehen.

Beleuchtet wurde die Box mit einer 400-Watt-Natriumdampflampe und zeitweise auch mit einer LED-Lampe. Für die Temperaturregelung kam ein 2 kW Ölradiator, der über ein externes Thermostat gesteuert wurde zum Einsatz.
Die Umluft übernahm ein Tischventilator, während für die Abluft eine Bad – Absaugung verwendet wurde. Technisch war das Setup simpel, funktionierte aber erstaunlich gut.


Die zweite Growbox wurde deutlich kompakter, effizienter und technisch raffinierter.
Sie misst 80 × 90 × 140 cm und ist vollständig mit Styropor sowie reflektierender Luftpolsterfolie isoliert.

Hier kam erstmals eine automatisierte Steuerung über einen Raspberry Pi zum Einsatz. Die Belüftung erfolgt über 12-Volt-Lüfter, und sowohl Zuluftkanal als auch Innenraum können bei Bedarf beheizt werden.

Zusätzlich wurde eine eigene Weboberfläche entwickelt, über die sich verschiedene Daten überwachen lassen, darunter:

  • aktuelles Webcam-Bild aus der Growbox
  • Temperatur und Luftfeuchtigkeit
  • 24-Stunden-Verläufe als Diagramme

Diese Box läuft bis heute zuverlässig.


Die dritte Growbox, die aktuell im Bau ist, soll nun als vollständige Bauanleitung dienen.
Der gesamte Aufbau wird Schritt für Schritt dokumentiert.

Dazu gehören unter anderem:

  • detaillierte Baupläne
  • technische Zeichnungen
  • Materiallisten
  • CAD-Daten
  • die verwendete Software
  • sowie viele kleine Lösungen und Verbesserungen, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben.

Ziel ist nicht nur eine konkrete Bauanleitung bereitzustellen. Wir möchten auch Komponenten vorstellen, die sich in der Praxis als zuverlässige und oft deutlich günstigere Alternativen zu teuren Markenlösungen erwiesen haben. Dabei geht es vor allem darum, grundlegendes Wissen und eine solide Basis zu vermitteln – wie die Growbox am Ende genau aufgebaut wird, kann jeder selbst entscheiden und an die eigenen Anforderungen anpassen.


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